Tost Startwinden-Hintergrundinformationen

Umweltschutz und die verschärfte Kosten- und Energiesituation zwingen heute zu gewissenhafter Überprüfung der Wahl der Startmethode. Allgemein wird anerkannt, dass der Windenstart nur ca. 12% der Kosten eines F-Schlepps verursacht. Die Tendenz zum Windenstart hält an und setzt sich deutlich heute auch in Ländern durch, die diese Startart bisher nur als Ersatzlösung angesehen haben. Sogar Segelflug-Wettbewerbe werden seit 1983 mit Startwinden erfolgreich abgewickelt.

 

Die neue Tost Winde ist schon heute zum Start von
Segelflugzeugen mit einer Abflugmasse bis 850 kg geeignet. Bei leichtem Wind und 1000 m ausgelegtem Seil werden auch mit den schwersten Doppelsitzern ca. 450 m Schlepphöhe erreicht.

Der Kraftstoffbedarf beträgt dabei etwa 0,5 l pro Start.

 

Die Entwicklungskriterien waren Sicherheit, einfachste Bedienbarkeit, rasche Startfolge, ökonomische Arbeitsweise, sowie geringer Seilverschleiß. Die Trommeln nehmen 1600 m Seil mit 5 mm Durchmesser auf. Als verstärkte Sonderausführung für Wettbewerbe und Höhenschlepps bis zu 3000 m Kunststoffseil.

 

Die Antriebsaggregate bestehen ausschließlich aus Otto-Motoren. Mit stehender Trommel können durch die besondere Charakteristik
der stufenlosen Wandlerwirkung Seilkräfte von mehr als 800 daN aufgebracht werden. 50% dieser Kraft genügen, um den schwersten Doppelsitzer nach ca. 30 m
ohne Anrucken weich beschleunigt abzuheben. Neu ab 2016: sämtliche Winden werden serienmäßig mit einer elektronischen Einspritzanlage ausgestattet.

 

Zwei voll bearbeitete, ausgewuchtete Stahltrommeln mit 700
mm Grunddurchmesser sorgen für einen
ruckfreien, ruhigen
Schlepp
. Zwei Spularme werden von im geschlossenen Ölbad laufenden Spulgetrieben bewegt, die synchron mit der Trommeldrehzahl das Seil lagenweise auf der Trommel verteilen.
Beim Ausziehen folgen die Spulrollen wieder präzis den Seillagen und optimieren so die Seilschonung.

 

Die Tost-Azimutrollenführungen gestatten ohne jeden toten
Winkel und ohne Rückstellkräfte das
Einziehen des Seiles in allen darstellbaren Einlaufwinkeln. Entgegen den von anderen Winden bekannten Kreuzrollenkästen läuft das Seil nicht über Zylinderrollen kleiner Durchmesser, sondern über Profilrollen mit einem Umlenkradius von 80 mm, den das Startseil auf Dauer verschleißfrei erträgt.